06.04.2018

Ölpreise gaben nach - Sorge vor Handelskrieg

Die Ölpreise sind am Freitag gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni wurde in der Früh bei 67,84 US-Dollar (55,33 Euro) gehandelt. Das waren um 49 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai fiel um 52 Cent auf 63,02 Dollar.

Marktbeobachter erklärten die fallenden Ölpreise mit jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China. Trump hatte seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer angewiesen, zusätzliche Strafzölle in Höhe von 100 Mrd. Dollar (rund 82 Mrd. Euro) auf Importe aus China zu prüfen. Er begründete dies mit "unfairen Vergeltungsmaßnahmen Chinas". Am Ölmarkt belastet die Sorge, dass der Handelsstreit die Weltwirtschaft bremsen und zu einem Rückgang der Ölnachfrage führen könnte.

Zuvor hatte sich das Weiße Haus im Handelskonflikt mit China noch gesprächsbereit gezeigt, was die Sorge der Finanzmärkte vor einer weiteren Eskalation der Lage etwas gedämpft hatte. Der Streit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt war am Mittwoch offen ausgebrochen. Nachdem die USA 25-prozentige Strafzölle auf Importe aus China in Höhe von 50 Mrd. US-Dollar angekündigt hatten, konterte China als Vergeltung umgehend mit eigenen Strafabgaben in gleicher Höhe auf Importe aus den USA.

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